Aziende

Familiengeschichten: Gemeinsam im selben Unternehmen

27 Luglio 2026

Ob Vater und Sohn oder mehrere Geschwister – wenn Familienmitglieder bewusst denselben Arbeitgeber wählen, erzählt das eine besondere Geschichte. Es ist ein Zeichen von Vertrauen, Identifikation und gelebter Unternehmenskultur.

In Zeiten, in denen Arbeitnehmer:innen ihren Arbeitgeber immer häufiger wechseln und berufliche Wege vielfältiger werden, ist es längst keine Selbstverständlichkeit mehr, dass mehrere Mitglieder einer Familie im selben Unternehmen arbeiten. Umso bemerkenswerter ist dieses Phänomen, das in vielen Südtiroler Industrie-Unternehmen bis heute gelebt wird. Es zeigt eine Stärke vieler Südtiroler Unternehmen: Sie schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen nicht nur gerne bleiben, weil sie sich weiterentwickeln können, sondern ihre positiven Erfahrungen auch im Familienumfeld oder an die nächste Generation weitergeben.

Zwei Beispiele aus der HTI-Gruppe zeigen, wie unterschiedlich diese Geschichten aussehen – und was sie verbindet.

Drei Brüder bei TROYER

Die 3 Schölzhorn-Brüder Hanspeter, Patrick und Andreas – gemeinsam bei TROYER

  • Hanspeter Schölzhorn, Head of Sales, TROYER
  • Patrick Schölzhorn, Area Manager Electrical Assembly, TROYER
  • Andreas Schölzhorn, Construction electrical engineering, TROYER

Drei Brüder im selben Unternehmen – wie kam es dazu und was war ausschlaggebend für diese Entscheidung?

Hanspeter Schölzhorn: Tatsächlich haben wir drei Brüder einen sehr ähnlichen beruflichen Weg eingeschlagen. Alle drei haben wir eine Ausbildung im Bereich Elektrotechnik absolviert und schon früh ein großes Interesse an Technik und erneuerbaren Energien entwickelt. Dadurch war die Verbindung zu Troyer naheliegend.

Patrick Schölzhorn: Dass wir heute alle im Unternehmen arbeiten, war allerdings keine bewusste Familienstrategie. Jeder von uns hat seinen eigenen Weg gewählt und sich unabhängig für Troyer entschieden. Ausschlaggebend waren die interessanten Aufgaben, die Entwicklungsmöglichkeiten und die Möglichkeit, an anspruchsvollen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien mitzuarbeiten.

Inwiefern profitieren Sie davon, dass Sie als Brüder zusammenarbeiten?

Andreas Schölzhorn: Definitiv. Durch unsere ähnliche fachliche Ausbildung verstehen wir viele technische Fragestellungen sehr schnell und können uns unkompliziert austauschen. Gleichzeitig hat jeder von uns im Laufe der Jahre unterschiedliche Erfahrungen und Spezialisierungen entwickelt.

Hanspeter Schölzhorn: Ich bin heute im Vertrieb tätig und beschäftige mich vor allem mit Kunden, Märkten und Projekten. Patrick verantwortet die Umsetzung der Projekte und die Koordination auf Baustellen, während Andreas als elektrotechnischer Zeichner technische Konzepte plant und dokumentiert. Gerade diese unterschiedlichen Blickwinkel machen den Austausch besonders wertvoll.

Patrick Schölzhorn: Wir können voneinander lernen, uns gegenseitig unterstützen und Themen oft aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Ein weiterer Vorteil ist das gegenseitige Vertrauen. Wir kennen die Stärken und Arbeitsweisen des anderen sehr gut, was die Zusammenarbeit häufig erleichtert.

Produktion TROYER

Begleitet Sie das Unternehmen auch außerhalb des Arbeitsplatzes – etwa bei Gesprächen im Familienkreis?

Patrick Schölzhorn: Natürlich kommt es vor, dass berufliche Themen auch im Familienkreis angesprochen werden. Gerade bei interessanten Projekten oder technischen Herausforderungen tauschen wir uns gelegentlich darüber aus.

Andreas Schölzhorn: Dabei geht es aber weniger um konkrete Arbeitsaufgaben als vielmehr um Entwicklungen in der Branche oder besondere Erfahrungen aus dem Berufsalltag. Gleichzeitig ist es uns wichtig, Beruf und Privatleben voneinander zu trennen.

Was begeistert Sie persönlich am Unternehmen und an Ihrer täglichen Aufgabe?

Andreas Schölzhorn: Mir gefällt besonders, dass kaum ein Projekt dem anderen gleicht. Jede Anlage bringt neue technische Herausforderungen mit sich und fordert uns immer wieder aufs Neue.

Hanspeter Schölzhorn: Besonders motivierend ist es, Projekte von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung zu begleiten und dabei gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen passende Lösungen zu entwickeln.

Patrick Schölzhorn: Am Ende die fertige Anlage zu sehen und zu wissen, dass man selbst einen Beitrag dazu geleistet hat, ist für mich einer der schönsten Aspekte unserer Arbeit.

Hauptsitz TROYER

Troyer treibt Projekte im Bereich erneuerbare Energien voran. Inwiefern haben Sie das Gefühl, mit Ihrer Arbeit aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken?

Hanspeter Schölzhorn: Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Zukunft. Es motiviert uns zu wissen, dass die Anlagen, an denen wir mitarbeiten, über viele Jahrzehnte saubere Energie erzeugen.

Patrick Schölzhorn: Gerade in der Wasserkraft zeigt sich, wie bewährte Technik und Innovation sinnvoll zusammenwirken können. Dass wir Teil dieser Entwicklung sind, gibt unserer Arbeit einen besonderen Sinn.

Welche Herausforderungen und Chancen sehen Sie aktuell für Ihre Branche?

Andreas Schölzhorn: Die Energiewirtschaft befindet sich derzeit in einem starken Wandel. Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Effizienz gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Hanspeter Schölzhorn: Gleichzeitig wächst weltweit der Bedarf an erneuerbaren Energien und modernen Energielösungen. Darin sehen wir große Chancen für unsere Branche.

Patrick Schölzhorn: Die Herausforderung besteht darin, Projekte wirtschaftlich und effizient umzusetzen und dabei die hohen Qualitätsansprüche zu erfüllen. Genau diese Dynamik macht unsere Branche aber auch so spannend und zukunftsorientiert.

Nachhaltige Energie – TROYER

 

Hanspeter Schölzhorn: Was uns als Brüder verbindet, ist nicht nur die Familie, sondern auch eine gemeinsame Leidenschaft für Technik.

Andreas Schölzhorn: Dass wir alle denselben Ausbildungshintergrund haben und heute bei Troyer an zukunftsweisenden Energieprojekten mitarbeiten dürfen, macht uns stolz.

Patrick Schölzhorn: Jeder von uns bringt seine eigenen Erfahrungen und Stärken ein. Genau diese unterschiedlichen Perspektiven zeigen, wie verschiedene berufliche Wege innerhalb eines Unternehmens erfolgreich zusammenkommen können.

 

 

Vater und Sohn, gemeinsam Teil der HTI-Gruppe

  • Roland Hofer, Head of HSE Management, LEITNER, PRINOTH, DEMACLENKO
  • Julian Hofer, Production, PRINOTH

Wie der Vater so der Sohn: Julian und Roland Hofer – gemeinsam bei der HTI-Gruppe

Wie haben Sie die Entwicklung des Unternehmens miterlebt und inwiefern sind Sie selbst mit dem Unternehmen gewachsen?

Roland Hofer: Ich habe in den gesamten zurückliegenden Jahren eine enorme Entwicklung des Unternehmens und zusätzlich die Entstehung und Weiterentwicklung der HTI-Gruppe miterlebt. Bereits Anfang der 90er Jahre nach meiner erfolgreichen Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker-Meister, bekam ich die Möglichkeit, die interne Wartung und Instandhaltung der Maschinen und Anlagen als Abteilungsleiter zu übernehmen. Durch die immer wieder sich weiterentwickelnde Produktion, war diese Tätigkeit eine große Herausforderung und auch eine wertvolle Schule für mich.

Durch meine bisher erlangten Erfahrungen durfte ich im Jahr 2001 die Rolle des Leiter der Dienststelle für Arbeitsschutz übernehmen, wobei ich dafür eine spezifische Ausbildung absolvieren musste.

Speziell durch das Wachstum des Unternehmens, wurde ich immer wieder mit neuen daraus resultierenden Herausforderungen wie der Norm ISO 45001 zum Thema der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, den Umweltschutz, das Energiemanagement usw. konfrontiert, die ich durch eine gute Portion Motivation, Selbstbewusstsein und Fleiß, bis heute mit einem bereits 8-köpfigen Team weiterführe.

BISON © PRINOTH Harald Wisthaler

Was begeistert Sie auch nach all den Jahren noch jeden Tag aufs Neue an Ihrer Arbeit und was können Sie beruflich Ihrem Sohn mitgeben?

Roland Hofer: Bis heute begeistert mich speziell die Vielfalt der Themen mit denen ich konfrontiert werde, wobei der Hauptanteil immer wieder durch das ständige Wachstum des Unternehmens und der HTI Gruppe zustande kommt. In diesem Sinn blicke ich, auf ein sich immer wieder veränderndes und motivierendes Arbeitsleben zurück.

Persönlich bzw. auch im beruflichen kann ich meinem Sohn mitgeben, dass ständige Weiterbildung, eine gute Portion Motivation, die grundsätzliche Bereitschaft für Veränderung, die Voraussetzungen für eine berufliche Weiterentwicklung sind und ich wünsche ihm in diesem Sinn für seine berufliche Laufbahn viel Erfolg.

Drei Zinnen AG | Porzenlift

Sie sind Ihrem Vater ins Unternehmen nachgefolgt. Hat Sie sein Engagement und seine Leidenschaft für das Unternehmen geprägt?

Julian Hofer: Mein Vater ist allgemein ein großes Vorbild für mich, nicht nur im Beruf. Durch seine lange Zeit im Unternehmen habe ich gesehen, dass die HTI-Group ein solider Arbeitgeber ist und so entschied ich mich, hier anzufangen. Seine positive Einstellung hat mich definitiv motiviert, mich auf spannende neue Aufgaben einzulassen und bei der HTI-Group meinen ganz eigenen Weg zu gehen.

Was schätzen Sie heute besonders an Ihrer Arbeit und an Ihrer Rolle im Unternehmen?

Julian Hofer: An meiner Arbeit schätze ich, dass ich sehr nah an der Technik und den Projekten arbeiten darf. Da ich technisch sehr interessiert bin, motiviert es mich, die Arbeit mit meinen Ideen und Arbeitsverbesserungen zu erleichtern bzw. weiter voranzubringen. Dieses Unternehmen bietet mir daher eine gute Möglichkeit, mich fachlich weiterzubilden und an neuen, spannenden Projekten mitzuarbeiten.

Demaclenko