Südtiroler Unternehmen und Olympia – Teil 2
Zahlreiche Südtiroler Unternehmen haben bei Olympia wichtige Aufträge ausgeführt.
Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 sind zu Ende. Die italienischen Athlet:innen konnten dabei zahlreiche Erfolge feiern. Erfolgreich im Hintergrund waren auch mehrere Südtiroler Unternehmen tätig, die wichtige Aufträge ausführten und somit das Gelingen der Olympischen Spiele ermöglichten (siehe auch hier.).
Mair Josef & Co. KG in Cortina und Livigno
Die größte Herausforderung, einen Auftrag für Olympische Spiele auszuführen? „Die Zeit – da gibt es kein später, kein Verschieben. Wenn die Spiele beginnen, muss alles bereit sein“, erklärt Klaus Mair. Seit über 40 Jahren führt er Mair Josef & Co. KG aus dem Vinschgau. Das Unternehmen hat in Livigno und Cortina zwei wichtige Projekte realisiert.
In Livigno wurden der gesamte Snow Park samt Pisten für Skicross, Halfpipe, Slopestyle und Parallel Slalom mit Beschneiungsanlage und Liftanlage errichtet.
Zum Projekt gehört auch die Infrastruktur hinter dem Sport: Auf 2.550 Metern entstand einer der größten Speicherseen für die Beschneiung Europas, dieser ist mit einer über 3,5 km lange Leitung mit dem Snowpark verbunden. Mair Josef war dabei für die Bau- und Infrastrukturarbeiten verantwortlich.
Die Firma Mair Josef war für die gesamten Bauarbeiten federführend und für die fach- und termingerechte Abwicklung des Projektes verantwortlich.
Bis zu 40 eigene Mitarbeiter des Unternehmens Mair Josef & Co. KG waren in Livigno beschäftigt: „Und es ist nur dem unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiter, Vorarbeiter und Maschinenführer zu verdanken, dass solch große Bauvorhaben innerhalb der vorgeschriebenen Zeit realisiert werden konnten.“
In Cortina hingegen hat die Mair Josef & Co. KG eine 3,5 km lange Verbindungsleitung vom Fluss Boite zum bestehenden Speichersee „Col Druscie“ zur schnelleren Befüllung gebaut. „Ohne diese zusätzliche Füllleitung wäre der Skibetrieb in Cortina zu Weihnachten nicht möglich gewesen“, erklärt Klaus Mair.
PICHLER Projects in Livigno und Predazzo
Ebenfalls in Livigno tätig war ein weiteres Südtiroler Unternehmen: PICHLER projects. Das Unternehmen hat dort bereist 2021 den Neubau der Mottolino Talstation realisiert. „Über 120 Tonnen Stahl wurden in der Talstation Mottolino verbaut. Die gesamte Konstruktion wurde speziell für die Anforderungen im alpinen Raum geplant und umgesetzt. Dass unser Bauwerk nun Teil der olympischen Infrastruktur ist, erfüllt uns mit Stolz“, sagt Hannes Market, Geschäftsführer von PICHLER projects.
In Predazzo hat PICHLER projects hingegen an der Verwirklichung des Olympischen Dorfes mitgewirkt. PICHLER projects verantwortete die Stahlkonstruktionen mit großen Spannweiten, die belüftete Fassade und die Aluminiumfenster für einen aus fünf Gebäuden bestehenden Komplex des olympischen Dorfes. Dieser umfasst insgesamt fast 200 Zimmer mit rund 750 Betten.
Wieser in Antholz
In Antholz realisierte das Pusterer Unternehmen Wieser einen neuen Speichersee für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026. Das Becken mit einem Fassungsvermögen von 30.000 Kubikmetern bildet einen zentralen Baustein für die Schneesicherheit am Biathlonstandort. „Die größte Herausforderung war die sehr kurze Bauzeit“, sagt Felizitas Wieser. „Umso stolzer sind wir, dass es gelungen ist, das Projekt innerhalb von rund vier Monaten erfolgreich umzusetzen.“