Persone

Hochmotiviert zu den WorldSkills nach Shanghai

23 Juli 2026

Unter den 15 Teilnehmer:innen aus Südtirol sind auch junge Menschen aus der Industrie oder industrienahen Unternehmen.

Nach zwei Jahren sind die WorldSkills zurück: vom 22. bis 27. September 2026 in Shanghai, China. Es sind die Weltmeisterschaften der Berufe, bei denen sich junge Fachkräfte aus der ganzen Welt in anspruchsvollen praktischen Wettbewerben messen. Auch Vera Unterfrauner von Bergmeister GmbH, Mattias Celandroni von GKN Sinter Metals und Michael Beneduce, ehemaliger Schüler der TFO in Bozen und jetzt Student an der TU München, freuen sich ihr Können auf internationaler Bühne unter Beweis zu stellen.

Vera Unterfrauner

Vera Unterfrauner – Bergmeister GmbH Fotocredits © HandelskammerBozen/ Maximilian Goggi

  • Digital Construction – BIM
  • Wohnort: Feldthurns
  • Jahrgang: 2002
  • Arbeitgeber: Bergmeister GmbH
  • Expertin: Valentina Vötter

 

 

 

Stellen Sie sich bitte kurz vor:

Vera Unterfrauner: Ich bin 24 Jahre alt und arbeite beim Ingenieurbüro Bergmeister, ich vertrete bei den WorldSkills 2026 in Shanghai den Beruf Digital Construction. Das heißt digitales Bauen mit Hilfe von BIM. BIM heißt Building Information Modelling und da geht`s darum, Bauprojekte digital zu planen, zu modellieren und zu koordinieren. Da hilft mir ein 3D-Modell, das nicht nur die Geometrie vom Gebäude beinhaltet, sondern auch ganz viele Informationen, z.B. über Kosten, Zeit und Materialien. In dem Bereich ist Valentina Vötter mein Vorbild, sie ist meine Arbeitskollegin und auch meine „Expertin“, sie bereitet mich da super vor.

Was möchten Sie bei den WorldSkills zeigen?

Vera Unterfrauner: In Shanghai möchte ich zeigen, dass man auch als Frau in einem Bau-Beruf gut arbeiten kann und dass das sehr interessant ist und dass wir Südtiroler:innen nicht zu unterschätzen sind. Mein Motto lautet: Dabei sein ist alles.

Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Ich geben?

Vera Unterfrauner: Meinem jüngeren Ich möchte ich gerne sagen: Es ist wichtig, dass du dich überwindest und alles mitnimmst, was sich ergibt.

Vera Unterfrauner mit Expertin Valentina Vötter – Fotocredits © HandelskammerBozen/ Maximilian Goggi

Valentina Vötter, Expertin – Bergmeister GmbH: Für mich persönlich ist es eine Chance einen internationalen Austausch zu haben, auch mit anderen Experten. Wir haben bereits in Lyon interessante Gespräche führen können rund ums Thema BIM. In unserem Beruf sind ziemlich viele Männer. Wir haben jetzt die Möglichkeit als Frauen-Team in Shanghai teilzunehmen. Ich sag mal Stichwort: Multitasking. Das muss man in unserem Beruf sicher gut können. Und ich glaube, dass wir als Frauen-Team eine gute Chance haben werden Südtirol zu vertreten.

 

Mattias Celandroni

Mattias Celandroni – GKN Sinter Metals Fotocredits © HandelskammerBozen/ Maximilian Goggi

  • Robot Systems Integration
  • Wohnort: Bruneck
  • Jahrgang: 2002
  • Arbeitgeber: GKN Sinter Metals
  • Experten: Fabrizio Fischetti und Matteo De Marchi

 

 

 

Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Mattias Celandroni: Ich komme aus Bruneck, arbeite als Manufacturing Engineer bei GKN Sinter Metals und vertrete gemeinsam mit Maximilian von Ferrari den Beruf Robot Systems Integration bei den World Skills.

Was wird beim Wettbewerb Ihre Aufgabe sein und wie versuchen Sie sich zu durchzusetzen?

Mattias Celandroni: Es geht darum einen Roboter in kurzer Zeit so effizient wie möglich zu programmieren und einen Ablauf darzustellen. Das ist die Aufgabenstellung. Auch wenn wir aus einem kleinen Land kommen, wollen wir der Welt zeigen, was wir können.

Worum geht’s Ihnen?

Mattias Celandroni: Ich nehme teil, um neue Erfahrungen zu sammeln und mein Können unter Beweis zu stellen.

Mattias Celandroni und Maximilian von Ferrari – Fotocredits © HandelskammerBozen/ Maximilian Goggi

Was bedeutet diese Teilnahme für das Unternehmen?

Marcel Gartner – verantwortlicher Geschäftsführer bei GKN Sinter Metals in Bruneck: Ich bin stolz darauf, dass uns Mattias bei den World Skills vertritt. Das ist ein starkes Zeichen unseres Unternehmens, dass wir bei allen Technologien mit dem Stand der Zeit mithalten können. Wir drücken Matthias fest die Daumen und hoffen auf ein gutes Ergebnis.

 

Michael Beneduce

Michael Beneduce Fotocredits © HandelskammerBozen/ Maximilian Goggi

  • CAD Maschinenbaukonstrukteur
  • Wohnort Lana
  • Jahrgang: 2006
  • Experte: Hannes Hofmann
  • Ausbildungsstätte: erst Schüler TFO „Max Valier“ Bozen, jetzt Student TU München

Warum nehmen Sie teil?

Michael Benaduce: Ich vertrete den Beruf CAD bei den World Skills. Für mich bedeutet die Weltmeisterschaft Weiterbildung, vor allem auf internationaler Ebene, dass man sich mit jungen Menschen in meinem Alter messen kann, die die gleichen Ziele verfolgen bzw. die gleiche Passion haben.

Warum haben Sie sich für dieses Berufsbild CAD Maschinenbaukonstrukteur entschieden?

Michael Benaduce: Ich habe mich für CAD entschieden, weil ich dort Ideen in konkrete Produkte umsetzen kann, die den Menschen helfen können und reale Probleme auf der Welt lösen.

Was braucht es in Ihrer Branche, um Erfolg zu haben?

Michael Benaduce: Um Erfolg in meinem Beruf zu haben, muss man sich immer weiterbilden und man braucht auch ein ziemlich gutes technisches und räumliches Verständnis.

Was wünschen Sie sich für Shanghai?

Michael Benaduce: Ich wünsche mir für Shanghai, dass wir eine gute Zeit haben, auch einen fairen Wettkampf und dass wir mit einer guten Platzierung zurückkommen. Mein Motto lautet: Präzision, Innovation, Leidenschaft – damit trete ich bei den WorldSkills an.

Michael Beneduce mit Experte Hannes Hofmann Fotocredits © HandelskammerBozen/Maximilian Goggi

Was nehmen Sie aus der Erfahrung mit für Ihre Lehrtätigkeit?

Hannes Hofmann, Experte – TFO Bozen: Seit ich bei den WorldSkills involviert bin, habe ich gemerkt, dass sich auch meine Art in der Schule zu unterrichten, verändert hat. Ich merke durch diesen Kontakt zu anderen weltweit, was heute in der Ausbildung für Mechanical Engeneering CAD wichtig ist. Und das versuche ich auf der anderen Seite wieder in meinen Unterricht einzubauen und eben auch die nächsten Generationen darauf vorzubereiten. Der beste Rat, den ich meinen Schüler:innen mitgeben möchte, ist: sich immer für Technik zu interessieren, zu begeistern und auch neugierig zu sein und dann versuchen selbst kreativ damit umzugehen und neue Wege zu gehen.