{"id":5344,"date":"2021-06-30T10:30:20","date_gmt":"2021-06-30T08:30:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.industryisin.bz.it\/?p=5344"},"modified":"2021-06-28T15:22:33","modified_gmt":"2021-06-28T13:22:33","slug":"finance-in-new-york","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.industryisin.bz.it\/de\/finance-in-new-york\/","title":{"rendered":"Finance in New York"},"content":{"rendered":"<p>Der Start in die USA war mehr als spannend, denn Maximilian und seine Kommilitonen wussten bis knapp 20 Tage vor Semesterstart nicht, ob es mit dem Studentenvisum klappen w\u00fcrde. Sie hatten bereits Anfang November die Papiere eingereicht, aber erst f\u00fcr Anfang Januar in der Botschaft einen Termin erhalten. \u201eDemnach wusste ich erst knapp vor Semesterstart, dass ich \u00fcberhaupt in die USA einreisen und nach New York ziehen darf, denn eine Einreise ist ausschlie\u00dflich vor Semesterstart m\u00f6glich\u201c, erz\u00e4hlt der aus Schabs bei Brixen stammende Eisendle. Der J\u00e4nner war entsprechend hektisch und mit Packen und Wohnungssuche ausgef\u00fcllt. Wobei dem Studenten die Coronakrise zuspielte, da die Wohnungspreise stark gesunken waren und er mitten in Manhattan eine WG zu einem vern\u00fcnftigen Preis beziehen konnte.<\/p>\n<h2>Einleben in New York<\/h2>\n<div id=\"attachment_5342\" style=\"width: 760px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5342\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5342 size-large\" src=\"https:\/\/www.industryisin.bz.it\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Eisendle-Maximilian_2021-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.industryisin.bz.it\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Eisendle-Maximilian_2021-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.industryisin.bz.it\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Eisendle-Maximilian_2021-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.industryisin.bz.it\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Eisendle-Maximilian_2021-1920x2560.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><p id=\"caption-attachment-5342\" class=\"wp-caption-text\">Maximilian Eisendle am Baruch College in New York<\/p><\/div>\n<p>\u201eMittlerweile bin ich seit vier Monaten in der Stadt und habe mich gut eingelebt. Die Stadt ist einfach wunderbar und mit dem Fr\u00fchling kam die Hoffnung auf eine baldige R\u00fcckkehr in die Normalit\u00e4t\u201c, erz\u00e4hlt er \u00fcber sein Leben in New York City, das ihn von Beginn an begeistert hat. \u201eMitte Februar konnten die Restaurants und Bars wieder \u00f6ffnen und mittlerweile gehen wir auch ins Kino. Die Impfungen laufen schnell voran und seit Anfang April d\u00fcrfen sich alle Erwachsenen ohne Einschr\u00e4nkung impfen lassen.\u201c Er selbst ist seit Anfang Mai vollst\u00e4ndig geimpft.<\/p>\n<p>F\u00fcr Maximilian Eisendle war die M\u00f6glichkeit, ein Double Degree zu erlangen, wesentlicher Bewerbungsgrund f\u00fcr den Master in\u00a0<a href=\"https:\/\/www.unibz.it\/de\/faculties\/economics-management\/master-accounting-finance\/\">Accounting and Finance<\/a>\u00a0in Bozen. Und der Ausblick auf ein Studium am\u00a0<a href=\"https:\/\/zicklin.baruch.cuny.edu\/\">Baruch College\u00a0<\/a>in New York City motivierte zudem, weswegen er sich ins Studium hineinkniete und hocherfreut war, eines der begehrten Stipendien zu gewinnen: \u201eMeine Freude war riesig, als ich im Februar 2020 erfahren habe, eines der Stipendien gewonnen zu haben und Teil des Double-Degree-Programms zu sein. Denn es ist der Traum eines jeden Finance-Studenten, in New York City, dem Zentrum der Finanzwelt, studieren zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Zudem war er in der gl\u00fccklichen Lage, seinen Sponsor w\u00e4hlen zu d\u00fcrfen, und da er bereits bei der S\u00fcdtiroler Sparkasse ein Praktikum absolviert hatte und von der Ausrichtung der Bank begeistert war, fiel ihm die Wahl leicht: \u201eIch bin der S\u00fcdtiroler Sparkasse wie den anderen Sponsoren sehr dankbar, dass sie die Bedeutung von Auslandserfahrungen f\u00fcr Studierende erkannt haben und dieses Double-Degree-Programm unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Vergleich zweier Studienmodelle<\/h2>\n<p>Maximilian Eisendle selbst geht seinen Weg konsequent: Nach seinem Bachelor in Management und Economics mit Spezialisierung in Finanz- und Risikomanagement an der Universit\u00e4t Innsbruck im Jahr 2018 entschloss er sich bewusst f\u00fcr ein \u201egap-year\u201c mit zwei f\u00fcnfmonatigen Praktika. \u201eDas erste absolvierte ich im Bereich Private Banking bei der S\u00fcdtiroler Sparkasse, welches mir einen tiefen Einblick in die Verm\u00f6gensverwaltung verschaffte. Dem folgte ein Praktikum im Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.industryisin.bz.it\/gleiche-leistung-weniger-emissionen\/\">Fercam AG<\/a>, wo ich dem CFO in seinen t\u00e4glichen Aufgaben assistieren durfte.\u201c<\/p>\n<p>Damit brachte er sein Wissen aus dem Bachelorstudium zur Anwendung, was er jedem Studierenden nur empfehlen w\u00fcrde. Dem folgte das aufbauende Masterstudium Accounting and Finance an der unibz. Mit dem Wechsel ans Baruch College kann Eisendle auch die zwei Lehrmodelle gut vergleichen: \u201eIn den USA legt man mehr Wert auf Projekte und die zu verfassenden \u201epapers\u201c als auf eine einzelne Abschlusspr\u00fcfung, weswegen sich das Lernen sehr gut \u00fcber das ganze Semester verteilt und somit mehr als Prozess gesehen wird. Die vielen Fallstudien erg\u00e4nzen mit ihrem starken Praxisbezug das Konzept.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl seit J\u00e4nner in New York, besuchen die Studierenden der unibz ihre Vorlesungen noch immer online. Dennoch ist es eine gro\u00dfe Erleichterung gegen\u00fcber Sommer und Herbst 2020, als sie ihre Vorlesungen aufgrund der Zeitverschiebung von Mitternacht bis 3 Uhr morgens mitverfolgten: \u201eDa die meisten Professoren am Baruch College auch an der Wall Street arbeiten, finden Vorlesungen hier normalerweise von 18-21 Uhr statt\u201c, erl\u00e4utert Eisendle das Konzept. Der Online-Modus machte es aber anfangs schwierig, einen neuen Freundeskreis aufzubauen. \u201eAls internationale Studierende hatten wir einen Kurs in Pr\u00e4senz, durch den wir mit Kommilitonen aus der ganzen Welt Freundschaft schlie\u00dfen konnten\u201c, zeigt er sich erleichtert.<\/p>\n<h2>Praktikum im Unternehmen<\/h2>\n<p>Mit Spannung blickt er nun auf sein Sommerpraktikum bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.drschaer.com\/\">Dr. Sch\u00e4r USA<\/a>, das ihm die unibz vermittelte. \u201e<a href=\"https:\/\/www.industryisin.bz.it\/vereinbarkeit-von-familie-und-beruf-ein-konkretes-beispiel\/\">Dr. Sch\u00e4r<\/a> ist ein faszinierendes Unternehmen und in einem spannenden, zukunftsweisenden Sektor t\u00e4tig. Ich werde dort der Vice President of Finance assistieren und somit einen weiteren Einblick in die Aufgaben der Finanzchefin eines Unternehmens erhalten. Diese laufen von der Planung der Kapitalfl\u00fcsse \u00fcber Working Capital Management bis hin zum Hedging; die spannenden Aufgabenbereiche und der direkte Kontakt zum Top Management haben mich sofort von diesem Praktikum \u00fcberzeugt.\u201c<\/p>\n<p>Bei Dr. Sch\u00e4r USA ist man ebenso auf die Zusammenarbeit gespannt, schl\u00e4gt sie doch die Br\u00fccke des Familienunternehmens aus S\u00fcdtirol \u00fcber die\/gemeinsam mit der Uni Bozen hin zu einer Zusammenarbeit in den USA: \u201eUns freut es, wenn junge Menschen ihre Komfortzone verlassen und sich in einem f\u00fcr sie neuen Land und neuen Betrieb Herausforderungen suchen. Wir selbst glauben an den Wert eines internationalen Praktikums und freuen uns, Maximilian Eisendle diese Lernerfahrung bieten zu k\u00f6nnen, stellt es doch eine Gelegenheit dar, Wissen aus dem Master anzuwenden und F\u00e4higkeiten in einem professionellen Umfeld aufzubauen. Hinzu kommt nicht zuletzt die interkulturelle Komponente in einem amerikanischen Umfeld, weswegen wir uns freuen, Maximilian bei uns begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen!\u201c<\/p>\n<h2>Planen f\u00fcr die Zukunft<\/h2>\n<p>F\u00fcr den S\u00fcdtiroler selbst steht in den kommenden Monaten noch einiges an: \u201eDie Masterarbeit schreibe ich zwar auch im Sommer, aber nicht als Teil des Praktikums. Inhaltlich dreht sie sich um Investitionen spezieller Investmentfonds in nicht b\u00f6rsennotierten Unternehmen, ist also im Bereich Private Equity angesiedelt. Diese Investitionen beziehen sich auf die verschiedenen Phasen, in denen sich das jeweilige Unternehmen befindet. Solche Phasen sind zum Beispiel der Unternehmensstart, die Wachstumsphase, der Turnaround oder das Buyout. Ein Fond spezialisiert sich meist auf eine dieser Phasen. In meiner Masterarbeit besch\u00e4ftige ich mich mit Unternehmen, die sich in einer Turnaround-Phase befinden und von einem Private Equity Fond \u00fcbernommen werden.\u201c Dabei wird Eisendle anhand statistischer Modelle versuchen herauszufinden, ob diese Private Equity Fonds tats\u00e4chlich f\u00fcr einen gelungenen Turnaround verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Was nach dem Herbst und seinem Abschluss an beiden Universit\u00e4ten kommen wird, ist noch unklar. \u201eIch habe mir noch die M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein Optional Practical Training for F1 Students offengehalten. Dieses erm\u00f6glicht es internationalen Studierenden, nach dem Abschluss f\u00fcr ein Jahr in den USA zu arbeiten. Da unser Abschluss Teil des STEM-Programmes (Science, Technology, Engineering, Mathematics) ist, k\u00f6nnte diese Arbeitserlaubnis sogar um weitere 24 Monate verl\u00e4ngert werden.\u201c<\/p>\n<p>Noch ist alles offen, ob USA, Schweiz oder S\u00fcdtirol. \u201eDenn eines habe ich den vergangenen Monaten sicher gelernt: immer flexibel zu bleiben und versuchen, bestm\u00f6glich auf neue Situationen zu reagieren\u201c, so Maximilian Eisendle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>(in Zusammenarbeit mit <a href=\"http:\/\/www.unibz.it\">unibz<\/a>)\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Start in die USA war mehr als spannend, denn Maximilian und seine Kommilitonen wussten bis knapp 20 Tage vor Semesterstart nicht, ob es mit dem Studentenvisum klappen w\u00fcrde. 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